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Inhalte von Impfstoffen
Die neben der eigentlichen Wirksubstanz, dem Antigen, enthalten Inhaltstoffe von Impfungen können grob in Hilfsstoffe (= Adjuvantien) und sonstige Inhaltsstoffe, das sind meist minimale Restmengen aus dem Herstellungsprozess, unterteilt werden. Einige dieser Inhaltsstoffe sind:
Thiomersal
Bis 2000 wurde die organische Quecksilberverbindung (Thiomersal auch Thimerosal) in Österreich in Totimpfstoffen als Konservierungsmittel zum Schutz vor Verkeimung verwendet. Thiomersal kann sensibilisierend wirken. Es ist in Eindosenimpfstoffen (Fertigspritzen) aber nicht notwendig, sodass nur mehr thiomersalfreie Impfstoffe verwendet werden. Bedenken, dass die niedrige Dosis in Impfstoffen (meist 50 µg Hg/Dosis) toxisch sein kann wurden in den letzten Jahren widerlegt. Ebenso wurden Befürchtungen, dass Thiomersal in Impfstoffen Autismus verursacht in einer Vielzahl von Studien widerlegt. Details dazu finden sie auf der Website des Paul Ehrlich Institutes.
Formaldehyd
Formaldehyd ist ein Inaktivierungsmittel um z.B. Viren abzutöten, um sie zu einem Totimpfstoff zu formulieren. Es wird nach dem Produktionsvorgang wieder entfernt, so dass nur mehr Spuren zurückbleiben. Die maximal zulässige Menge in Impfstoffen beträgt nach dem Europäischen Arzneibuch max 200 µg/ml . Die tatsächliche Menge liegt normal weit unter diesem Wert. Formaldehyd kann die Schleimhäute reizen, bei Einatmen von extrem hohen Dosen über viele Jahre (Industrie) können Tumoren im HNO-Bereich entstehen. Formaldehyd ist auch ein natürliches Zwischenprodukt im menschlichen Stoffwechsel (C1 Stoffwechsel). Ein Erwachsener produziert und metabolisiert pro Tag etwa 50 Gramm.
Formaldehyd entsteht laufend in der Atmosphäre und kommt z.B. auch im Holz und in Früchten vor.
Aluminiumhydroxid
Aluminiumhydroxid (Al(OH)3 oder -phospat) wird als Immunverstärker bei vielen Tot-Impfstoffen eingesetzt - als Maximum setzt das Europäische Arzneibuch 1,25 mg pro Dosis fest. Immunverstärker (=Adjuvantien) bewirken, dass die Wirksubstanzen von Impfstoffen (= Antigene) eine höhere und länger anhaltende Konzentration von schützenden Antikörpern induzieren als das Antigen allein. Aluminiumhydroxid hat sich seit mehr als 80 Jahren als  Verstärker bewährt, so dass eine sogenannte Grundimmunisierung (das sind 3 Dosen desselben inaktivierten Impfstoffes innerhalb eines Jahres) einen jahre- bis jahrzehntelangen Schutz gewährt.
Adjuvans-haltige Impfstoffe werden strikt intramuskulär injiziert. Eine zu oberflächliche Injektion kann sogenannte Impfgranulome verursachen, das sind juckende, subkutane, derbe Knötchen. Zur Beurteilung der Giftigkeit (=Toxizität) von Aluminiumhydroxid sind viele ältere Studien (etwa bis 1985) häufig nicht geeignet, weil Aluminium überall ist und nur Studien unter Reinraumbedingungen unter Verwendung entsprechender Kontrollen verlässliche Resultate ergeben. Dadurch erklären sich auch einige widersprüchliche Publikationen. So kann die Aufbewahrung von Proben in Borosilikatgläsern (etwa 3% Al2O3) - das sind auch normale Glaseprouvetten - dazu führen, dass Aluminium das Probenmaterial verunreinigt und falsche Ergebnisse liefert.
Aluminium-haltige Adjuvantien sind schwer wasserlöslich, daher unterscheidet sich auch ihre Toxizität von leicht löslichen Aluminium-Verbindungen wie Aluminiumchlorid.
Aluminiumverbindungen in weit höheren Dosen als in Impfstoffen können bei eingeschränkter Nierenfunktion besonders bei Langzeitanwendung schädigend auf das Nervensystem wirken. Die Aluminiumbelastung durch Impfungen liegt deutlich unter den Grenzwerten für die Aluminium-Aufnahme über die Nahrung. Erwachsene nehmen verschiedenen Studien zufolge etwa zwischen 1,6 und 13 mg Aluminium pro Tag über Nahrung und Trinkwasser auf. Dies entspricht einer wöchentlichen Aufnahme von 0,2 bis 1,5 mg Aluminium pro kg Körpergewicht bei einem 60 kg schweren Erwachsenen. (Quelle: The EFSA Journal (2008).754, 1-34)
Die akute Toxizität von Aluminium liegt in einem ähnlichen Bereich wie eine physiologische Kochsalzlösung. Bei chronischen und subchronischen Toxizitätsstudien mit Al3+ wurde bei Dosen bis 100 mg/kg und Tag keinerlei Effekt beobachtet. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung hat in einer Stellungnahme erklärt, dass ein Zusammenhang von Aluminium aus Nahrung, Kosmetikprodukten und der Entwicklung von Alzheimer wissenschaftlich nicht belegt ist.
Weitere Informationen über Aluminium in Arzneimitteln bei der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit www.ages.at.
Squalen
Als neuerer Bestandteil von Adjuvantien wird Squalen z.B. in Grippeimpfstoffen verwendet: Squalen ist eine ölige Substanz, die auch natürlicherweise im menschlichen Serum und in der Haut, sowie in Lebensmitteln vorkommt. Es wird auch in der Alternativmedizin verwendet. Aufgrund der aktivierenden Wirkung auf das Immunsystem wurde es als Auslöser von Autoimmunkrankheiten diskutiert, dies wurde aber durch die Auswertung epidemiologischer Daten nicht bestätigt.
Rückstände von Hühnereiweiß & Antibiotika 
Einige Impfstoffe enthalten Spuren von Hühnereiweiß und Antibiotika (z.B. Neomycin). Manche Erreger werden auf Hühnerfibroblasten (MMR, Tollwut, FSME) oder befruchteten Hühnereiern (Influenza, Gelbfieber) gezüchtet. Neuere Technologien verwenden z.B. Zellkulturen für die Züchtung der Erreger. Antibiotika braucht man, um eine bakterielle Verunreinigung des Impfstoffes zu verhindern. Beide Stoffe werden im Herstellungsprozess soweit als möglich herausgefiltert, geringe Rückstände sind jedoch noch nachweisbar. Eine bestehende Neomycin Allergie ist nicht notwendigerweise eine Kontraindikation zu einer Impfung mit einem Neomycin haltigen Impfstoff (MMR). Maximal ist eine verstärkte Lokalreaktion zu erwarten.
Die Verwendung von Penicillin und Streptomycin ist bei der Herstellung von Impfstoffen seit vielen Jahren verboten. Eine Allergie gegen diese Antibiotika ist daher nie eine Kontraindikation zur Impfung.
Eine Allergie gegen Hühnereiweiß gilt bei MMR und FSME-Impfstoffen, gegebenenfalls auch Tollwut-Impfstoff, NICHT als Kontraindikation, da diese Impfstoffe hochgereinigt sind. Selbst schwere Hühnereiweißallergiker können ohne zusätzliches Risiko geimpft werden.
Bei Influenza Impfstoffen kann auf Hühnereiweiß-freie Impfstoffe auf Zellkulturbasis ausgewichen werden. Ist ein solcher Impfstoff nicht erhältlich oder nicht für das entsprechende Lebensalter zugelassen, können Hühnereiweißallergiker mit Impfstoffen, die weniger als 0,06 µg Hühnereiweiß/0,5 ml Dosis enthalten, geimpft werden (Greenbook des UK Department of Health, Seite 203,ff)).
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